Modediagnose ADHS – Zweifel angebracht
Es ist für immer mehr Eltern paradoxerweise ebenso beruhigend wie hilfreich , wenn bei ihrem Kind ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Syndrom) festgestellt wird. Endlich hat man eine Erklärung für seinen “Zappelphillipp” und mit dem Medikament “Ritalin” (übrigens eine Droge mit Suchtpotenzial) funktioniert das Kind wieder einigermaßen. Das ist um einiges bequemer, als einen genaueren Blick “dahinter” zu werfen. Doch immer mehr Experten schlagen Alarm, darunter auch unser Kinder-Lobbyist Prof. Gerald Hüther, der sich schon seit längerem mit den wahren Hintergründen des “ADHS-Booms” beschäftigt. http://kinder-lobby.at/2010/03/17/alm-statt-ritalin/
Es ist für immer mehr Eltern paradoxerweise ebenso beruhigend wie hilfreich , wenn bei ihrem Kind ADHS (Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitäts-Syndrom) festgestellt wird. Endlich hat man eine Erklärung für seinen “Zappelphillipp” und mit dem Medikament “Ritalin” (übrigens eine Droge mit Suchtpotenzial) funktioniert das Kind wieder einigermaßen. Das ist um einiges bequemer, als einen genaueren Blick “dahinter” zu werfen. Doch immer mehr Experten schlagen Alarm, darunter auch unser Kinder-Lobbyist Prof. Gerald Hüther, der sich schon seit längerem mit den wahren Hintergründen des “ADHS-Booms” beschäftigt. http://kinder-lobby.at/2010/03/17/alm-statt-ritalin/
Nun unterzieht auch der Psychotherapeut Hans Reinhard Schmidt das Konstrukt ADHS in seinem Buch “Ich lerne wie ein Zombie. Plädoyer für das Abschaffen von ADHS” einer radikalen Kritik. Er kommt zum Ergebnis, dass die Konstruktion dieser Krankheit mehr Unheil als Segen mit sich bringt und abgeschafft bzw. überwunden werden sollte. Mehr »
Bildungsrahmenplan für 5-jährige: Kinder gleichbügeln?
Wenn Bildungsrahmenpläne im Kindergarten auf Altersstufen verengt werden, kann die Botschaft fatal sein: Ein Plan für 5-6 jährige legt nahe, dass alle auf ein Leistungsziel vor Schuleintritt hingeführt werden sollen*. Familienstaatsekretärin Christine Marek (ÖVP) hat nun einen Bildungsplan für die Fünfjährigen vorgelegt, der in den kommenden Tagen an die Länder verschickt wird.
Hard facts der Psychologie und Neurowissenschaften zeigen jedoch die große Entwicklungsbandbreite der Kinder vor dem 10. Lebensjahr auf. Da gibt es 4-jährige, die bereits lesen oder 6-jährige, die noch nicht zählen können. In diesem Alter darf es keinen Auftrag zu gleichen Anforderungen geben, warnt z. B. der Berufsverband Österreichischer PsychologInnen.
Da brauchen wir Entwicklungsoffenheit: Sonst gehen frühe Begabungen verloren und Spätentwickler kommen unter enormen Druck.
Hier gibt es einen Auftrag an Eltern und PädagogInnen: beobachten, im Austausch bleiben und kindliche Entwicklung individuell begleiten und fördern.
Hier gibt es einen Auftrag an die Politik: Nicht planmäßig gleichbügeln sondern Eltern und Personal entwicklungspsychologisch schulen!
*Backgroundinfo: Ein Bildungsrahmenplan für den gesamten Kindergartenbereich wurde von allen Bundesländern im Vorjahr unterzeichnet (§ 15a Vereinbarung). Nun wurde ein Bildungsrahmenplan für ein Alterssegment herausgegeben: 5-6jährige
Internet-Alarm im Kinderzimmer
Computer, Internet, Google, Face-Book, Chatrooms – alles nicht mehr aus dem dritten Jahrtausend wegzudenken. Ganz klar, dass auch Kinder sich für die neuen Medien interessieren. Sollen sie ja auch – die Frage stellt sich nur: Wie soll der richtige Zugang aussehen? Wichtig ist, die Kinder brauchen die Begleitung von Erwachsenen, um sich im WWW nicht zu verlieren und zum Opfer zu werden. Der KURIER widmet seinen heutigen Blattaufmacher der komplexen Thematik. Die wichtigsten Punkte:
Zwischen 6 und 10 Jahren reichen 30 Minuten Computernutzung pro Tag
Ab 10 Jahren beginnt das “gefährliche Alter”, weil Kinder bewußt nach Begriffen suchen und damit auf gefährlichen Seiten landen können.
als gute Kindersuchmaschinen empfehlenswert sind: www.blindekuh.at, www.fragFINN.de, www.helles-köpfchen.de.
Gefahr: immer öfter hacken sich Pädophile über die messenger-zugänge in die Webcams von Kindern- und Jugendlichen ein und sind so ungebetener und gefährlicher Gast im Kinderzimmer. Da hilft nur Aufklärung über die Gefahren und reden, reden, reden…
mehr unter: http://kurier.at/techno/2020321.php
“Einmal Bildung, bitte!”
Es ist zum Teil wirklich unerträglich, mitansehen zu müssen, was Eltern, die “nur das Beste wollen”, ihren Kindern alles zumuten. Umso toller, bedrückender aber auch augenöffnender ist die Arbeit der Journalistinnen Caroline Haertel und Mirjana Momirovic.
http://37grad.zdf.de/ZDFde/inhalt/8/0,1872,8085640,00.html
Das Video:
Die aktuelle Situation
ÄrztInnen, PädagogInnen und WissenschaftlerInnen schlagen Alarm: Zu wenig Bewegung, zu viel künstliche Realität in Form von TV, Computer, Bildschirmen, zu wenig freies Spiel mit Gleichaltrigen, falsche Ernährung, Überforderung, übertriebener Ehrgeiz der Eltern, falsch gemeinte Förderung (= Überforderung) usw. lassen die Kinder verhaltensauffällig werden.
Das Leistungsdenken und die Lebensumstände unserer Gesellschaft verhindern zunehmend, dass Kinder eine kindgerechte Kindheit erleben dürfen. Diese in der Kindheit erworbenen Defizite (sowohl körperlich als auch psychisch) bedeuten neben dem individuellen Leidensweg betroffener Kinder und Eltern bereits jetzt – jedoch noch viel mehr in späterer Folge – immense Kosten für Gesundheitssystem und Staat, deren Ausmaß in keiner Weise absehbar ist. Mehr »
Lernstoff für die Ferien … für die Eltern;-)
„Wir müssen Kinder anzünden wie Fackeln und dürfen sie nicht abfüllen wie Fässer“, fordert Gerald Hüther. „Natürlich wissen Erwachsene – Lehrer, Eltern, Erzieher – viel mehr als Kinder, aber das müssen wir ihnen gegenüber nicht laufend raushängen lassen. Bloße Belehrung ist Klugschwätzerei. Stattdessen sollten wir die kindliche Entdeckerfreude fördern, sie inspirieren, ihnen helfen, ihre Potentiale zu entfalten.“
Und so banal das klingt: Der erste Schritt dafür ist, dass wir Kinder so annehmen wie sie sind. Sie lieben, sie Wert schätzen mit ihren Stärken und Schwächen. Nicht nach Noten schielen und den Nachwuchs auch bitte nicht mit dem Klassenprimus vergleichen. „Bindung kommt vor Bildung“, sagt der Münchner Kinderarzt und Bindungsforscher Dr. Karl-Heinz Brisch. „Kinder, die sicher im Leben stehen, lernen besser. Sie sind kreativer, ausdauernder und haben eine höhere Gedächtnisleistung.“ Kein Wunder: Sie haben den Kopf frei und müssen sich nicht ständig hinterfragen. Bin ich gut? Kann ich das überhaupt? Wer seine Mathehausaufgaben zuversichtlich anpackt, tut sich leichter, als einer der schon im Vorfeld mutmaßt, dass er scheitern wird.
„Zweierlei hatten wir, das unsere Kindheit zu dem gemacht hat, was sie gewesen ist – Geborgenheit und Freiheit. [...] in unseren Spielen waren wir herrlich frei und nicht überwacht.“(Astrid Lindgren 2002)
“Kinder bleiben nur dann Entdecker, wenn man ihnen die Möglichkeit zu einem selbst bestimmten Lernen eröffnet. Lernerfolge stellen sich dann ein, wenn Kinder immer wieder die Erfahrung von Urheberschaft machen und wenn Erwachsene ihre Leistungen wohlwollend würdigen. Der Erfolg ergibt sich aus der Dynamik von Urheberschaft und Resonanz. Fehlt die emotionale Komponente in Lernprozessen, dann kann sich die für spätere Lern-, Gedächtnis- und Erinnerungsprozesse so wichtige neuronale Struktur nicht angemessen ausbilden. ” (Dr. Karl Gebauer, Pädagoge, Göttingen)
mehr zu diesen interessanten Themen und noch viel mehr Lesens- und Wissenswertes:
http://www.lernwelt.at/service/themadesmonats/thema-des-monats-juli-2010/index.html
Schulschluss bringt Misere zu Tage
Burn Out, psychosomatische Erkrankungen, Schlaflosigkeit, Appetitlosigkeit – immer mehr Jugendliche und auch schon Volksschul-Kinder leiden unter streßbedingten Erkrankungen und Symptomen. Der Schulschluß bringt diese Misere besonders zutage, weil sich dann in vielen Familien die Situation zuspitzt. Das als “temporäre Erscheinung zu Schulschluß” zu sehen würde der Problematik nicht gerecht – es zeigt eine traurige, alarmierende Tendenz: immer mehr Kinder und Jugendliche – aktuell rund 20 (zwanzig!) Prozent zwischen 7 und 18 Jahren – zeigen psychische Auffälligkeiten, wie eine Analyse der OÖ. Ärztekammer zeigt. Dazu nur eine Zahl: Die stationären Zugänge der Kinderpsychosomatik am LHK Steyr sind von 49 im Jahr 2007 auf 100 im Jahr 2009 gestiegen…
Die Informationen zusammengefasst: http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/art4,425020
Wichtig gerade in dieser Zeit, dass die Eltern in schwierigen Situationen richtig reagieren. Anbei die Tipps der Experten der OÖ. Ärztekammer: Mehr »
“Schoko-Sahne-Torte als gesunde Zwischenmahlzeit?
Dass Pausensacks oft wahre Zucker- und Kalorienbomben sind – den Verdacht hegen wohl schon viele von uns. Welches Ausmaß an Zucker und Fett aber tatsächlich in den von glücklichen Kindern und Müttern in der Werbung angepriesenen “gesunden Zwischenmahlzeit” steckt, erstaunt dann aber doch. Und auch Milch- und Joghurtprodukte für Kinder weisen Zuckeranteile auf, die jeden Konditor vor Neid erblassen lassen, wie die von unserer Kinder-Lobbyistin Mag. Eva Fauma zur Verfügung gestellte Studie von foodwatch zeigt.
Mit 39,7 Prozent Zuckergehalt ist “Kinder Choco Fresh” von Ferrero unangefochten Deutschlands Zuckerstar – und damit “Sieger” der Aktion DSDZ (Deutschland sucht die größte Zuckerbombe) der Verbraucherrechtsorganisation foodwatch. “Scheinbar gesunde Milchprodukte für Kinder sind meistens keine leichten Zwischenmahlzeiten, sondern klebrige Süßigkeiten“, erklärte Anne Markwardt von foodwatch. “Milchanteil hin oder her, Kinder Choco Fresh enthält fast vier Mal so viel Zucker wie Coca Cola.“
Gerade bei den Ferrero-Produkten komme häufig noch ein hoher Fettgehalt dazu – so auch bei der Milchschnitte (DSDZ Platz 4): “Die Milchschnitte ist ähnlich gehaltvoll wie Schoko-Sahnetorte – und die würde auch niemand als Zwischenmahlzeit empfehlen.“
Auch vermeintlich ausgewogene Produkte wie der Bärenmarke Schüttelshake Joghurt-Erdbeere oder der Bauer Kinderquark weisen einen hohen Zuckergehalt auf. Eltern sollten sich nicht von der Werbung auf die falsche Fährte leiten lassen, die mit der „Extra-Portion Milch“ locke oder auf den Calcium-Anteil dieser Produkte verweise, so Markwardt. foodwatch hatte Verbraucher im November aufgefordert, auf der Internetseite abgespeist.de Vorschläge für das süßeste Milchprodukt für Kinder einzureichen. Rund 100 Vorschläge wurden eingereicht und ausgewertet – die ersten vier Plätze belegen dabei Produkte von Ferrero.
Die DSDZ-Top 10
1. Ferrero Kinder Choco Fresh: 39,7 Gramm Zucker pro 100 Gramm
2. Ferrero Kinder Maxi King: 34,5 Gramm Zucker pro 100 Gramm
3. Ferrero Kinder Pingui: 33,1 Gramm Zucker pro 100 Gramm
4. Ferrero Milchschnitte: 29,2 Gramm Zuckerpro 100 Gramm
5. Bärenmarke Schüttelshake Joghurt-Erdbeere: 14,6 Gramm Zucker pro 100 Milliliter
6. Bauer Kinderquark: 13,2 Gramm Zucker pro 100 Gramm
7. Dr. Oetker Paula: 13 Gramm Zucker pro 100 Gramm
7. Ehrmann Monsterbacke Fruchtquark zum Quetschen Aprikose: 13 Gramm Zucker pro 100 Gramm
9. Danone Fruchtzwerge und Fruchtzwerge Duo: 12,8 Gramm Zucker pro 100 Gramm
10. Monte Drink von Zott: 12,7 Gramm Zucker pro 100 Milliliter
mehr: http://foodwatch.de/presse/pressearchiv/2009/abgespeistde_aktion_zuckerbombe/index_ger.html






