Warnruf des Ex-Adlers

ÖSV-Ikone und Skispringerlegende Toni Innauer erkennt in seiner jüngsten Kolumne in den OÖN eine dramatische Entwicklung, vor der auch die Kinder-Lobby seit langem und immer wieder warnt: der fortschreitende Bewegungsmangel der Kinder – basierend auf überbesorgte Eltern und zu viel TV- und Computerzeit – hat unabsehbare Folgen für die Gesellschaft.

nachzulesen unter: http://www.nachrichten.at/sport/mehr_sport/art109,877266

Die Kinder-Lobby möchte auch noch auf zwei Erziehungsvorträge in Geboltskirchen/OÖ hinweisen, die im Rahmen des Projekts “familienfreundliche Gemeinde”  entstanden sind.

Die Kernfragen: Worauf sollte in welchem Alter besonderes Augenmerk gelenkt werden?

Wie viel Freiheit, Fürsorge und Bevormundung braucht das Kind?, Was kann es selbst schon erledigen?, Wie wird es selbständig und selbstbewusst?

1. Vortrag: Donnerstag, 03. Mai 2012 (Urvertrauen schaffen – Lebensphasen des Kindes bis zum 3. Lebensjahr (inklusive der vorgeburtlichen Phase)

2. Vortrag: Donnerstag, 31. Mai 2012 (Lebensphasen des Kindes vom 3. Lebensjahr bis zur Volksschulzeit)

Beginn: jeweils um 19:30 Uhr im kleinen Saal des Gasthauses Mayrhuber in Geboltskirchen

Einladung 03.05.2012

Generation Ritalin

Die ursachen von Lern- und Verhaltensproblemen und was Psychostimulanzien bei Schülern mit ADS-Symptomatik wirklich machen – damit hat sich Kinder-Lobbyist Gerald Hüther auseinandergsetzt. Immerhin werden in Deutschland gegenwärtig etwa 150 000 an ADS (Aufmerksamkeits-Defizit-Syndrom) leidende Kinder und Jugendliche mit niedrigdosierten Psychostimulanzien behandelt. Weltweit sind es sogar einige Millionen Kinder.

Prof.Dr.Gerald Hüther, Professor für Neurobiologe

Die Effizienz dieser Behandlung wird bereits seit den 50er Jahren auf die dopaminfreisetzende Wirkung dieser Substanzen zurückgeführt. Eine unzureichende Aktivität des dopaminergen Systems im Gehirn dieser Kinder wird deshalb für die Entstehung und Aufrechterhaltung der ADS-Symptomatik verantwortlich gemacht.
Wie tragfähig sind diese alten Modellvorstellungen heute noch?

Zusammenfassung einer Einschätzung von Gerald Hüther, erschienen in: “Praxis Schule” 4/2011:

Die enormen Forschungsanstrengungen, die bisher zur Aufklärung der mit dieser Störung assoziierten neurobiologischen und molekulargenetischen Auffälligkeiten und der insbesondere durch medikamentöse Behandlungen auslösbaren therapeutischen Effekte bei ADS-Patienten gemacht wurden, stehen in eklatanten Mißverhältnis zu den bisherigen Bemühungen, geeignete präventive Maßnahmen zur Verhinderung der Manifestation dieses Störungsbildes zu  erarbeiten, einzusetzen und im Rahmen präventiver Interventionsprogramme wissenschaftlich im Hinblick auf ihre Effizienz zu überprüfen. Ursache hierfür ist einerseits das klassische alte Reparaturdenken, das bisher die Praxis, die Forschung und die Theoriebildung in der Medizin bestimmt hat und noch immer weitgehend bestimmt.

Andererseits wurde die Vorstellung eines „Dopamindefizits“ im Hirn hyperkinetischer und aufmerksamkeitsgestörter Kinder automatisch mit der Annahme verbunden, dass diese Veränderung des dopaminergen System nur genetisch bedingt sein könne. Solange aber eine genetisch verursachte Stoffwechselstörung“ für die Ausbildung dieses Störungsbildes auf der Verhaltensebene verantwortlich gemacht wurde, musste jeder Versuch, die Manifestation dieser  Verhaltensstörungen durch präventive Maßnahmen zu verhindern, als nutzloses Unterfangen erscheinen. Das einmal entwickelte Bild über die Ursache der Störung war also zu einer denk- und handlungsleitenden inneren Orientierung geworden, die nun selbst alle weiteren Forschungsstrategien und therapeutischen Bemühungen bestimmte.

Wenn also in Zukunft verstärkt nach geeigneten präventiven Maßnahmen gesucht werden soll, die zur Verhinderung der Manifestation von ADS-Symptomen führen, so wird das nur gelingen, wenn wir uns von dem bisherigem Bild über die organisch, genetisch oder neurobiologisch begründeten Ursachen dieser Verhaltensstörungen verabschieden. Erst wenn ein neues, entwicklungsneurobiologisch orientiertes Konzept die alten Modelle abgelöst hat, kann auch gezielt nach Möglichkeiten gesucht werden, die in diesen Kindern liegenden Potenziale, ihre Begabungen und besonderen Fähigkeiten zur Entfaltung zu bringen. Erst dann kann die Umsetzung erfolgreicher Präventivmaßnahmen in den Mittelpunkt der Anstrengungen um das Wohl und Wehe von auffälligen Kindern gerückt werden, bevor diese eine ADS-Symptomatik ausbilden.

Es gibt natürlich die einflussreichen Verbände und AD(H)S-Selbsthilfegruppen, die noch sehr konventionell denken. Viele Eltern und auch manche LehrerInnen fühlen sich von deren Argumentation angezogen. Das kann man auch verstehen. Viele dieser Eltern haben Angst vor dem Vorwurf, dass ihre Erziehung für diese Kinder vielleicht nicht optimal war. Deshalb empfinden sie die Vorstellung entlastend, dass das Hirn ihres Kindes irgendwie „kaputt“ sei oder ein genetischer Defekt vorliege, und dass das mit Ritalin bzw. Psychostimulanzien zu beheben sei. Die Elternverbände greifen dieses Bedürfnis auf und kämpfen mit unglaublicher Macht darum, dass das derzeitige Konzept bestehen bleibt.

Viele von ihnen haben Probleme damit, dass ausgerechnet Hirnforscher ihnen vorhalten, dass es vielleicht nicht so gut ist, wenn man ein sich entwickelndes Gehirn in seiner Funktionsweise mit Hilfe von Medikamenten verstellt und das Kind dadurch kaum eine Chance auf Selbstorganisationsprozesse hat. Denn all das, was das Medikament mit seinem Gehirn macht, kann es ja dann selbst nicht durch eine eigene Anstrengung erlernen.

der gesamte Beitrag ist nachzulesen unter: http://www.sinn-stiftung.eu/downloads/generation-ritalin-praxis-schule_huether-geral.pdf

“Überbehütung ist seelische Gewalt”

Das Urteil gegen einen Kindergarten wegen Verletzung der Aufsichtspflicht hat viel Staub aufgewirbelt. Wie viel Behütung braucht ein Kind und wie viel schadet? Psychologin Karin Kaiser-Rottensteiner warnt vor Überbehütung, diese würde zunehmen.Ein Klagenfurter Kindergarten war zu einer Zahlung von 9.600 Euro verurteilt worden, weil sich ein Mädchen beim Spielen im Garten den Arm gebrochen hatte – mehr dazu in Kind verletzt – Kindergarten verurteilt (kaernten.ORF.at, 18.3.2012). Nicht nur seit dem Urteil gegen den Klagenfurter Kindergarten fragen sich viele Eltern, aber auch Pädagoginnen, wie weit Aufsicht und das Beschützen von Kindern gehen kann und muss.

Der Drang, beim Nachwuchs alles perfekt zu machen, führt mitunter eher zum Gegenteil, sagt Kaiser-Rottensteiner. Überbehütung von Kindern nehme zu, Kinder könnten sich aber „unter einer Glasglocke“ nicht entwickeln: „Bewegung ist Lernen, und Spielen ist Lernen.“

„Freiräume stärken Selbstverantwortung“

Für Eltern ist es nicht einfach, den Grat zwischen notwendiger Aufsicht, Schutz vor Gefahren und Überbehütung zu finden. Frei- und Spielräume seien für die Entwicklung von Kindern ganz entscheidend. Kaiser-Rottensteiner: „Überbehütung ist eine Einschränkung, das Kind kann sich schlechter entwickeln. Man könnte auch sagen, Überbehütung ist eine Form von seelischer Gewalt.“ Deswegen solle man Kinder nicht beim Spielen stören.

Auf einen Baum klettern, in der freien Natur spielen – solche Sinnes- und Bewegungserfahrungen würden Kinder geschickter machen und somit besser für Unfälle wappnen. Sie seien auch eine Vorbereitung auf die Schule, so Kaiser-Rottensteiner. Freiräume würden die Selbstverantwortung schulen, das stärke auch das Selbstwertgefühl.

http://kaernten.orf.at/radio/stories/2526418

und passend zu dem Thema ein Veranstaltungstipp:

“Denn mein Leben ist Lernen” – Vortrag von André Stern 

Termin: Donnerstag, 24. Mai 2012 | ab 17:15 Registrierung | 18:00 Vortrag
Anschließend steht André Stern dem Publikum für Fragen zur Verfügung.
Ort: Museum Arbeitswelt, Wehrgrabengasse 7, 4400 Steyr

http://www.sinn-stiftung.eu/service/tagungen–kongresse/denn-mein-leben-ist-lernen.html

In seinem Vortrag erzählt André Stern, Autor des Buches: “… und ich war nie in der Schule”, kurzweilig und lebendig vom Reichtum seines kindlichen Alltags
ohne Stress und Leistungsdruck. Er berichtet, wie er schon mit drei Jahren lesen lernte
und warum es in Ordnung war, dass er es erst mit acht richtig konnte. Er erzählt, welche Offenbarung
die Kreiszahl Pi für die Konstruktion seiner Lego-Bagger war, wie das Werk von Marcel Proust
seinen Charakter formte und wie sich Informatik und die Musik in seinem Kopf anfühlen.

Toller Start für SCHOLA – Schule der Zukunft

 
 
 
 
 

Elke Weindl und Jürgen Thurnberger gründeten im vergangenen Herbst in Linz-Urfahr SCHOLA, die Schule für selbstbestimmtes Lernen

Die erste Montessori-Schule für Linz in Oberösterreich hat den Start mit Bravour gemeistert und gleich eine tollen Erfolg aufzuweisen: bereits nach dem ersten Semester wurde der von engagierten Eltern und Pädagogen gegründeten Schule für 5- bis 15-jährige nach regelmäßigen Überprüfungen das Öffentlichkeitsrecht verliehen. „Wir alle freuen uns sehr nun auch von Seiten der Behörde offiziell als Schule anerkannt zu sein und die Leistungsbeurteilungen der Kinder selbst vornehmen zu dürfen. Die Kinder brauchen nun keine Externistenprüfungen an einer öffentlichen Schule ablegen“, so Gründer Jürgen Thurnberger. “Das war eine wesentliche Anforderung, die wir uns selber gestellt haben.”

Nun werden die derzeit 10 Kinder zwischen 5 und 9 Jahren von zwei hochqualifizierten Lernbegleiterinnen begleitet. Die Kinder wählen selbstbestimmt und in spontaner Weise die Art und Dauer ihrer Aktivitäten.  Es gibt keine altersmäßige Gruppierung, das heißt, dass alle Kinder sich in einer altersheterogenen Gruppe befinden, in der es in der Praxis dazu kommt, dass kleinere Kinder von den größeren inspiriert werden und umgekehrt.

Einen Unterricht in klassischer Form gibt es nicht. Dafür werden regelmäßig Angebote verschiedenster Art geschaffen, an denen sich die Kinder freiwillig beteiligen bzw. mitwirken können.

Die Angebote sind sehr unterschiedlich und gehen von Musik, Tanzen, Malen, Theater, Naturerfahrungen, Schwimmen, Obst-und Gemüseanbau, Wanderungen, Experimente, Geschichten erzählen bis hin zu einer Vielzahl an Aktivitäten im Bereich Sprache, Schrift, Mathematik, usw.!

Einmal pro Woche Waldtag

1 Mal pro Woche gibt es den heiß geliebten Waldtag – bei jedem Wetter gehen wir mit den Kindern auf Entdeckungsreise in naturbelassene Wälder in Urfahr.

Die natürliche Neugierde der Kinder wird erhalten und für eigene Entscheidungen Verantwortung übernommen. Die Kinder erleben das Lernen und ihre eigene Entwicklung in stets liebevoller, respektvoller Begleitung, als positive Erfahrung. Diese von innen gesteuerten Reifeprozesse bilden im Kind ein stabiles soziales und auf Verständnis aufgebautes Fundament um mit späteren Anforderungen der Umwelt, der Wirtschaftswelt und der Kultur einen für sich selbst verantwortlichen Umgang einzugehen.

 Das Erlernen der Kulturtechniken wie Lesen, Schreiben, Rechnen, etc. ist Teil des Gesamten und gilt fast schon als „Nebenprodukt“ der Aktivitäten der Kinder gemeinsam mit ihren LernbegleiterInnen.

Am 25. Mai um 19.00 Uhr findet  in der Schule ein Info-Abend statt.

SCHOLA – Schule für selbstbestimmtes Lernen

Güntherstraße 1

4040 Linz

info@schola.at

www.schola.at, 0676.4452012

Pressestimmen:

Artikel Women

OON vom 11.01.11

Rundschau Dez.2010

Kinder spielen um klug zu werden

“Lasst Kinder wieder in Ruhe spielen, wenn ihr wollt, dass sie klug werden!”, appelliert der US-Spielpsychologe Fred Donaldson.  Er kommt anlässlich des 10jährigen Bestehens der Spes-Familienakademie am Freitag, 27. April, nach Schlierbach, um dort Vorträge und Workshops zu halten.

„Kleine Kinder spielen aus dem gleichen Grund wie Wasser fließt und Vögel fliegen. Spielen liegt in der Natur der Dinge“, plädiert der amerikanische Psychologe und bekannte Spiel-Spezialist Fred Donaldson für das Spielen ohne Regeln und Spielzeug.

Freies Spiel ist “Hauptberuf” der Kinder

„Wir haben das Thema Spielen gewählt, da wir bemerken, dass Kinder heutzutage viel zu wenig in aller Ruhe und frei spielen. Eltern bespielen ihre Kinder, decken sie schon im Kindergartenalter mit Lernspielen zu und vergessen dabei, dass das ganz normale Spiel eigentlich der Hauptberuf eines jeden Kindes ist“, sagt Elisabeth Kumpl-Frommel, Leiterin der Spes-Familienakademie.

Die Erziehungswissenschaftlerin ist überzeugt, dass das ursprüngliche Spiel in der heutigen Kindheit zu kurz kommt. „Dabei geht es nicht um Gewinnen oder Verlieren. Kinder spielen von sich aus spontan, wertfrei und selbstbestimmt – und das passt nicht mehr in unsere Welt, die von Leistung und Wettbewerb dominiert wird“, sagt Kumpl-Frommel.

Persönlichkeit entwickeln

Dabei habe das Spiel eine enorme Bedeutung für die kindliche Entwicklung. „Kinder verarbeiten im Spiel, was sie erlebt haben. Sie kommen nur dadurch ins seelische Gleichgewicht und können ihre Persönlichkeit entwickeln. „Auch die Konzentrationsfähigkeit wird spielend gefördert. Und wenn wir immer jammern, dass sich Kinder schlecht konzentrieren können, sollten wir Erwachsenen unsere Kinder beim Spielen nicht immer unterbrechen, beaufsichtigen oder anleiten“, kritisiert die Erziehungswissenschaftlerin.

Auch für Erwachsene sei das Spiel der Kinder durchaus lehrreich: „Kleinkinder sind unsere größten Lehrmeister, weil sie uns zeigen, wie man beim Spielen den Kopf freimacht“, sagt Spiel-Experte Donaldson.

Vortrag und Workshop

Fred Donaldson ist Spiele-Spezialist und genießt internationale Anerkennung für seine Spielforschung. Seit mehr als 35 Jahren untersucht er das Spielverhalten aller Altersstufen. Gesund oder krank, in Kindergärten, in Schulen, Krankenhäusern, Therapiezentren, Gefängnissen und auf der Straße. Im Spiel mit ihnen und mit frei lebenden Tieren (zum Beispiel Wölfen, Delphinen und Bären) hat er ein verbindendes Muster entdeckt, das er „Original Play – Ursprüngliches Spiel“ nennt. Er hält weltweit Vorträge und Seminare.

Am Freitag, 27. April, um 19.30 Uhr kommt Fred Donaldson in die Spes Zukunftsakademie nach Schlierbach, wo er einen Vortrag hält zum Thema: „Von Herzen Spielen: Kindheit, Spiel und Frieden in einer Welt des Wettbewerbs.“ Der Eintritt beträgt zwölf Euro.

Der Workshop zum Thema „Das Lebensmuster des Friedens“ von Donaldson findet von Samstag, 28. April, bis Sonntag, 29. April statt. Nähere Infos unter www.familienakademie.at oder 07582/82123-55.

http://www.nachrichten.at/ratgeber/familie/art124,860843

Club Mondkind – Hilfe bei Bettnässen

Bettnässen ist für die ganze Familie eine sehr große Belastung und dennoch für sehr viele Familien ein Thema, über das man nicht spricht. Ratlosigkeit und Verzweiflung sind häufig das einzige Ergebnis jahrelanger Bemühungen, das Kind trocken zu bekommen. Scham, Angst vor Spott, die Unsicherheit in der elterlichen Erziehungsarbeit etwas „falsch“ gemacht zu haben sowie die Hoffnung, dass sich das Problem „auswächst“ hindert viele Familien daran, aktiv nach Hilfe zu suchen. So wird weniger als ein Drittel aller betroffenen Kinder adäquat therapiert – obwohl rasche und effiziente Hilfe möglich ist.

Bettnässen – ein lösbares Problem, kein Drama 

Bettnässen (med. Enuresis) ist eine der häufigsten Störungen im Kindesalter. Etwa 60.000 Kinder, das sind zwei bis drei pro Volksschulklasse, sind in Österreich betroffen. Von Bettnässen spricht man, wenn im Schlaf an mindestens zwei Nächten pro Monat ungewollt eingenässt wird. Bis zum 5. Geburtstag ist es völlig normal, wenn ein Kind hin und wieder in einem nassen Bett aufwacht. Danach sollte Rat bei einem Spezialisten gesucht werden.

Club Mondkind ist als gemeinnütziger Verein Anlaufstelle für Familien mit bettnässenden Kindern. Rat suchende Eltern erfahren hier den kürzesten Weg zum Spezialisten, wertvolle Unterstützung und mögliche Wege aus der belastenden Situation.

Kontakt und Information

Website:              http://clubmondkind.at/

                             http://www.youtube.com/clubmondkind

Email:                       info@clubmondkind.at

Club-Telefon :      0664 / 60 90 8100 (Freitag vormittags)

Zusatzinfo: Ferien für Familien mit bettnässenden Kindern:

http://www.youtube.com/watch?v=950y8avqW6E&context=C4b63af3ADvjVQa1PpcFOoe8B_bOLCOoFMJR8msOCdPOsSWdQTjlo=

Schulbeginn in Tiefschlafphase

Bildungsexperte Andreas Salcher hat einen neuerlichen Anlauf gestartet: die Schule in Österreich beginnt einfach zu früh. ”Wir reißen die Kinder aus dem Tiefschlaf”, erklärt der Autor. In vielen Schulen beginnt der Unterricht bereits um 7.30 Uhr. Andreas Salcher: “Um 5.45 Uhr müssen viele Kinder schon aus dem Bett, wenn man Anreise und Frühstück noch dazurechnet.”

Organismus in erster Unterrichtsstunde am Tiefpunkt

Eine Reihe von Hirnforschern gibt ihm recht. Kurz erklärt, kommen sie zu folgendem Ergebnis: Im Gegensatz zu Erwachsenen nimmt bei den Kindern die Schlaftiefe morgens zu, ab der Pubertät verschiebt sich der Zeitpunkt der Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin um bis zu zwei Stunden nach hinten. Ausgerechnet dann also, wenn die Glocke zur ersten Unterrichtsstunde läutet, ist der Organismus der Heranwachsenden auf einem absoluten Tiefpunkt angelangt. Wenn dann noch Mathematik auf dem Lernprogramm steht, herrscht im Kinderhirn oft gähnende Leere.

mehr dazu:

 

expertenreaktionen:

http://www.krone.at/Oesterreich/Theo_Saverschel_Eigene_Klassen_fuer_Fruehaufsteher-Hintergrund-Story-316588

Auch Lehrergewerkschafter und Elternvertreter können dem Thema einiges abgewinnen. Doch viele Eltern reagieren reflexartig ablehnend auf den Vorschlag. “Dann müssten wir uns in der Früh völlig umstellen”, “Das ist mit meinem Job nicht vereinbar” oder “Seit Generationen schaffen es die Kinder, um 8 Uhr in der Schule zu sein” sind die häufigsten Argumente, die eine fundierte Diskussion erst gar nicht zulassen.

Schade! findet die Kinder-Lobby. Denn die meisten Eltern wollen doch das Beste für ihre Kinder und dass sie in der Schule die besten Lern-Voraussetzungen vorfinden …

“Es braucht ein Dorf …”

Prim. Klaus Vavrik, Präs. der Österr. Liga für Kinder- und Jugendgesundheit

“Babys und Kleinkinder lernen unglaublich schnell. Sie lernen in einem Monat etwa das Pensum, für welches Studierende ca. ein Jahr brauchen würden. Und sie lernen alles, was sich in ihrer Welt anbietet: Laufen, sprechen, mit dem Löffel essen, miteinander spielen, teilen, aber auch die Aufregung und die huschigen Bilder vom Fernseher als »Babysitter«, die laute Stimme des Vaters, wenn er schreit und von der Mutter die Angst oder Traurigkeit, wenn sie bedroht wird oder weint.

Sie lernen die Nicht-Beachtung, weil Job, Geld, Alkohol oder die Eltern sich selbst wichtiger sind als das Kind; oder sie lernen das Gegenteil, Prinz oder Prinzesschen zu sein, das Ein und Alles, das genau weiß, was es tun muss, um Papa oder Mama zufrieden zu stellen. Beides, Deprivation und Überbehütung machen Babys Stress und sind keine gute Voraussetzung, um später einmal in Gemeinschaft und Toleranz zu leben oder offenherziger Partner, uneigennützige Mutter oder Vater zu sein. Der afrikanische Spruch »Es braucht ein Dorf, um ein Kind groß zu ziehen « beschreibt wunderbar wie notwendig es für ein Kleinkind ist, die Vielfalt des Lebens, die Unterschiedlichkeiten von Menschen und Persönlichkeiten, die Varianz von Charakteren zu erleben, weil diese alle dann Teil der eigenen Flexibilität in der  Weltsicht und im Verhaltensrepertoire werden können.” 

Ganz klar umreisst der aktuelle Bericht der österr. Liga für Kinder- und Jugendgesundheit, was Kinder brauchen, um gesund groß zu werden.  Doch: ”

Dies anzubieten wird für eine Gesellschaft immer schwieriger, die 1,3 Kinder pro Frau bekommt, eine Scheidungsrate von 50% aufweist und wo familiäre Strukturen und Nachbarschaftshilfe nur mehr ein äußerst rudimentäres »soziales Netz« (im Sinne von Unterstützung und Kontaktmöglichkeit) zur Verfügung stellen können. Das einzige Kind zu sein erhöht den Anspruch auf Perfektion und damit den Druck auf Kinder enorm. Sind mehrere Kinder in der Familie, dann ist klar, dass jede/r ein bisschen anders ist und das wird zumeist auch als gut erlebt, weil es die Buntheit und Vielfalt der Familie steigert. Gibt es hingegen nur ein Kind in der Familie, dann müssen sich alle Hoffnungen und Erwartungen der Eltern an diesem einen Kind erfüllen. Das ist unlösbar und endet oft in übergroßer, unterwürfiger Anpassung oder heftiger Opposition. Die moderne Medizin erweckt dann auch noch mit IVF, Pränataldiagnostik und Kaiserschnittgeburt den Eindruck von Machbarkeit und Sicherheit, aber wenn das »Produkt« dann doch nicht den Erwartungen entspricht, ist die Enttäuschung groß und wird zum Teil vor Gericht unter dem Titel »Schaden Kind« abgehandelt.

Wichtigste Aspekte kommen zu kurz

Darüber hinaus ist aus Untersuchungen bekannt, dass auf Grund fehlender finanzielle Ressourcen und partnerschaftlicher Aufteilung der Belastung sowie der daraus resultierenden Überforderung von alleinerziehenden Eltern die wichtigsten Beziehungsregulatoren – von denen Kinder nie genug bekommen können – zu kurz kommen: Zuwendung, Zärtlichkeit und Zeit. Diese sind für alle Kinder wichtig. Sieu brauchen sie, um sich »im Gegenüber« zu ordnen und zu regulieren.

 Kinder wissen, was sie brauchen. Sie haben unbändige Freude am Entdecken neuer Dinge (Neuroplastizität), sie möchten geschützt und geliebt werden (Bindungssicherheit) und sie suchen mit Begeisterung in verschiedensten vertrauten Beziehungen die Abenteuer des Alltags (Vielfalt des Erlebens), alles Kriterien, die für Entwicklung und Entfaltung von grundlegender Bedeutung, aber heute zunehmen schwer zu erfüllen sind. Die Gesellschaft müsste überlegen, wie sie in ihrem kulturellen Wandel dieser Bedürfnislage der Kinder entgegenkommen und was sie dafür an kindgerechten Settings anbieten kann. Das schafft Human- und Sozialkapital, stärkt die Gesellschaftin ihrem Kern.”

Der gesamte Bericht zur Lager der Kinder- und Jugendgesundheit: http://kinderjugendgesundheit.at/uploads/liga_JB12_RZ_300dpi_(2).pdf

Veranstaltungstipps der Kinder-Lobby

Prof.Dr.Gerald Hüther, Professor für Neurobiologe

Wer den brillianten Referenten noch nie live erlebt hat, sollte die Gelegenheit nutzen. Gerald Hüther verpackt neueste und revolutionäre Erkenntnisse der Hirnforschung mit amüsanten, eingängigen Beispielen aus dem Alltag und wird so zum einzigartigen Impulsgeber. Unbedingt hinschauen und anhören! :)

 

Der Göttinger Neurobiologe und Kinder-Lobbyist Gerald Hüther macht wieder in Österreich Station: “Bildung der Zukunft aus Sicht der Hirnforschung”, am Donnerstag, 12.April 2012 um 19:00 Uhr in der EUROPAHALLE / Europa Sport Mittelschule, Mödling, Lerchengasse 18 – für Eltern, PädagogInnen und vor allem für Bildungspolitiker……

http://www.lernwelt.at/service/seminare—tagungen/bildung-der-zukunft—prof-dr-g-huether.html

Und Terminaviso: das Institut Suchtprävention lädt zur FactagungWie schütze ich mein Kind vor Sucht - Familie als Risiko- und Schutzfaktor” am Montag, 18. Juni 2012, 9 bis 17 Uhr in den Redoutensälen, 4020 Linz, Promenade 39

Anmeldung bis 11. Juni 2012, KeinTagungsbeitrag! Detailliertes Programm folgt!

Tagung Familie_Terminaviso

Freude über “WAKI-Nachwuchs”

Der Wald macht Kinder glücklich und geschickt

Die Kinder-Lobby freut sich über oberösterreichischen “Nachwuchs” im Waldkindergarten-Bereich! In Edt bei Wels haben im Herbst zwei erfahrene, engagierte Pädagoginnen das tolle Projekt für Kinder gestartet.

“Es ist sehr schön zu beobachten, wie rasant sich die Motorik der Kinder entwickelt. Im Herbst sind sie noch über jede Wurzel gestolpert, jetzt laufen sie mittlerweile geschickt darüber“, sagt die Waldkindergärtnerin und zweifache Mutter Karin Obermayr. Ihr dreijähriger Sohn Noah ist Teil der Waldkindergruppe und begeistert: „Am besten gefällt mir der Winter, dann kann ich im Schnee herumtoben und Schneeengerl spielen.“

“Lass es mich tun, und ich verstehe es”

Viele Eltern, aber auch Pädagoginnen können sich nicht vorstellen, dass ein Waldkindergarten funktionieren kann. Kein Wunder in einer Zeit, in der Kinder drinnen hocken, behütet von besorgten Eltern. „Gatschen“ und sich „dreckig machen“ wird von vielen Erwachsenen nicht gerne gesehen, und beim Bäumeklettern könnte sich das Kind ja verletzen. Dazu ist der Waldkindergarten ein Gegenentwurf. Im Zwiebellook und mit Gatschhose und Gummistiefeln ausgerüstet entdecken die Kinder die Welt. Sie lernen dabei viel mehr als aus Büchern ganz nach dem pädagogischen Grundsatz: „Erzähle es mir, und ich vergesse es, lass es mich tun, und ich verstehe es.“

Der Waldkindergarten

Ein paar Kilometer außerhalb von Wels befindet sich der neue Waldkindergarten (Gemeindegebiet Edt). Er ist der einzige in der Region Wels. Auf der B1 geht es etwa 500 Meter nach dem Brautsalon „Hänsel & Gretel“ links in den Wald. Der Eltern-Beitrag für den privaten Kindergarten beträgt monatlich 250 Euro (Betreuung 8 bis 13 Uhr). Ab zehn Kindern gibt es eine Förderung des Landes, der den Elternbeitrag reduzieren wird. Nach telefonischer Voranmeldung ist das Schnuppern jederzeit möglich.
Nähere Informationen:
Elisabeth Brenner,
Tel. 0699/100 81 067,
elisabeth.brenner@hotmail.com

mehr Info: http://www.nachrichten.at/oberoesterreich/wels/art67,838173