Alm statt Ritalin

Prof.Dr.Gerald Hüther, Professor für Neurobiologe und Leiter der Zentralstelle

Kinder mit Aufmerksamkeitsstörung (ADHS) benötigen keine Medikamente,
sagt der Göttinger Neurobiologe Gerald Hüther. In einem Interview in der November-Ausgabe des Magazins GEO erläutert er seinen alternativen Therapieansatz:
zwei Monate harte Arbeit in einer Berghütte auf 2400 Meter Höhe.
In einem Testprojekt in Südtirol haben zwölf Jungen das Käsemachen gelernt
und sich selbst und eine Kuh versorgt.
Schon nach den ersten Tagen auf der Alm brauchten die Kinder kein Ritalin mehr.
Die Ursache für ADHS, so Hüther, sei eine verzögerte Reifung des Frontalhirns;
betroffen seien vor allem Kinder, die viel fernsehen, wenig ausprobieren dürfen,
oder denen Schwierigkeiten stets aus dem Weg geräumt werden.
Durch Arbeiten, die ein hohes Maß an Eigenverantwortung erfordern, lasse sich
eine massive Nachreifung der Hirnareale und der Nervenverbindungen erzielen. Medikamente führten zwar zur Impulskontrolle, blockierten aber auch die neuronale Nachreifung. Für den Nachweis der erfolgreichen Therapie hofft Hüther, dass die Kinder aus der Teststudie auch nach einem Jahr auf der Alm noch auf Ritalin
verzichten können. Mehr über das Projekt hier.

 Systemische Impuls-Therapie mit Kindern in ADHS-Konstellationen
Das Angebot der SINN-STIFTUNG ist in Südtirol verortet. Kids und zeitweise deren Familien gestalten ihr Leben in einer Gruppe und mit kompetent-unterstützender Begleitung auf Almhütten. Diese Lebens­gestaltung betrifft das Hier und Jetzt ebenso
wie im Bezug auf Schule, Familie, Beruf, etc. mittel- und langfristig.
Das dauerhafte Natur- und Selbsterleben ohne medikamentöse Einflussnahme unterstützt die Kids in ihrer natürlichen Entwicklung hin zu einem gesunden Gleichgewicht
in ihrem Organismus und mit dem sozialen Umfeld.
Die wissenschaftliche Leitung des Projektes obliegt Prof. Dr. Dr. Gerald Hüther.
Lesen Sie mehr über dieses Projekt hier

Bookmark and Share
Keine Kommentarfunktion, aber trackback von Ihrer eigenen Seite.

1 Kommentar zu “Alm statt Ritalin”