Frust-Freude-Box

Raum für Positiv- oder auch Negativbeispiele in Sachen öffentlicher Kinderbetreuung. Fragen, Anregungen, aktuelle Themen.

27 Kommentare zu “Frust-Freude-Box”

  1. Eveline Doll sagt:

    Geschätztes Team,
    ich bin stolzer Vater dreier Mädchen und habe in den vergangenen Jahren die Entwicklung zum Thema „Pädophilie“ verfolgt.
    Ein schützenswerter Bereich sind oft Plätze, an denen man leichtfertig vergisst, dass dort Gefahren für Kinder lauern könnten, wie z.B. in öffentlichen Bädern oder an öffentlichen Badeseen.
    Mehrfach konnte ich Personen beobachten, die mit ihrem Handy-Smartphon-I-Phon nackt badende Kinder beobachteten, um diese in der Folge heimlich zu fotografieren.
    Dazu meine Fragen:
    Wie kann ich mich dagegen zur Wehr setzen?
    Ist eine Empfehlung zum Tragen von Badekleidung Ihrer Meinung nach zu empfehlen?
    Was tun, wenn solche Bilder in einschlägigen Internet-Foren auftauchen?
    Welche Rechtsgrundlage gibt es, die mich vor solchen Dingen schützt?


    Antwort Kinder-Lobby (Prim. Michael Merl)

    1. es ist erlaubt, Fotos von mir oder meinen Kindern ohne meine Einwilligung zu machen, jedoch nicht die Veröffentlichung v.a. wenn schutzwürdige Interessen bedroht sind; in der Regel sind Fotos im Kontext z.B. einer öffentlichen Veranstaltung oder an einem öffentlichen Platz mit vielen anderen Menschen unproblematisch. Wenn jemand Fotos von Kindern im Bad macht, v.a. wenn er/sie gezielt Kinder / nackte Kinder fotografiert werden, sind befürchteterweise berechtigte Interessen des/der Abgebildeten betroffen und daher wäre dies aus meiner Sicht verboten und zu unterlassen. Tatsächlich ist aber nur die Veröffentlichung strafbar (Urheberrechtsgesetz). Die Herstellung von unzüchtigen Abbildungen aus Gewinnsucht (und damit auch das Fotografieren von nackten Kindern) ist ganz klar im Pornografiegesetz verboten und mit Strafe bedroht. Das Strafgesetzbuch (§207a) wiederum untersagt die Herstellung pornographischer Darstellungen Minderjähriger und bedroht das mit Freiheitsstrafen bis zu 3 Jahren. Der Nachweis ist aber vermutlich schwierig (Beschlagnahme des Handys oder Fotoapparats).
    2. den-/diejenigen in Kenntnis setzen, das zu unterlassen, weil sie ggf. die Polizei einschalten würden bzw. dies auch tun
    3. ist situativ sicherlich unterschiedlich zu betrachten: Säuglinge oder Kleinkinder (bis etwa 3 Jahre) krabbeln oder laufen oft nackt herum und niemand wird daran Anstoß nehmen, wenn es passt. Anders könnte das in einem sehr vollen öffentlichen Bad gesehen werden, wo man vielleicht verhindern möchte, dass die Kinder Stuhl oder Urin in die Liegewiese absetzen. Aus Sicht des Kinderschutzes würde ich keine generelle Empfehlung abgeben und die Eltern sollen das entscheiden. Bei Kindern im Kindergarten und Vorschulalter würde ich eher zu Badekleidung in öffentlichen Bädern und an Seen raten, um Kinder vor unangenehmen oder peinlichen Situationen zu schützen. Mit Kindern in diesem Alter kann man ja auch über Nacktsein, und was vor und mit anderen o.k. und was nicht o.k. ist reden. Es wäre die eine oder andere Situation denkbar, wo man es nicht so streng nehmen muss (z.B. an einem Kiesstrand an einem Fluss bei einer Wanderung). Für Schulkinder und ältere Kinder im allgemeinen würde ich Badekleidung in der Öffentlichkeit empfehlen, weil Gleichaltrige oder Jugendliche sie in unangenehme Situationen bringen könnten und ggf. pädophile Täter (auch wenn sie „nur“ Fotos machen) „anspringen“ könnten. Für Jugendliche in der Pubertät gilt das Gleiche. Ausgenommen sind vielleicht Familien, die eine Verbindung zur FKK-Szene haben, wo das eine Art gelebte Familienkultur ist. Meine Erfahrung ist, dass Jugendliche aber oft die Szene ihrer Eltern meiden und sich nicht in den FKK-Bereichen aufhalten wollen.
    4. wenn Bilder in Foren auftauchen soll auf jeden Fall Anzeige erstattet werden !
    5. § 9, 12 und 13 des OÖ. Jugendschutzgesetzes, Urheberrechtsgesetz, Pornografiegesetz, Strafgesetzbuch und vermutlich noch andere.

    Alle Angaben ohne Gewähr

    Antwort Dr. Karl Gebauer:
    Die Antworten auf die Fragen des Vaters sind einfach und gleichzeitig sind sie es auch nicht. Es kommt auf die Situation an, in der solche Dinge passieren. Natürlich würde ich empfehlen, Badebekleidung anzuziehen in Bereichen, in denen so etwas passiert oder zu befürchten ist. Allerdings mache ich seit über 20 Jahren Urlaub an der Atlantikküste, wo es in weiten Bereichen selbstverständlich ist, nackt zu baden und nackt am Strand zu liegen.
    Wenn man beobachtet, dass jemand Kinder heimlich fotografiert, muss man geeignete Schritte unternehmen. Je nach Situation kann es sinnvoll sein, nach anderen Menschen Ausschau zu halten, die man als Unterstützer ansprechen kann.
    Sollten entsprechende Bilder im Netz auftauchen, Kripo einschalten.
    Zur Rechtsgrundlage gilt das Recht am eigenen Bild, das uns davor schützt, dass Bilder von uns ohne unsere Zustimmung ins Netz gestellt werden.

  2. Alexander Freisinger sagt:

    Ich habe mich viel mit E Smog und Handy Strahlung beschäftigt, da ich selber zu lange im beruflichen Umfeld als EDV Admin und Softwareentwickler zu tun hatte.
    Es ist für mich völlig unverständlich, dass seitens der Verantwortlichen (Lehrer, Ärzte, Eltern, Politik usw.) nicht mehr Aufklärung über diese enormen Gefahren gesprochen wird. Da helfen die vielen gut gemeinten Ratschläge über richtige Schule eines Hirnforschers wenig, wenn zeitgleich unsere Kinder massiv mit dem E Smog tagtäglich bombardiert werden. Viele Ärzte warnen schon lautstark gegen die Handy Manie. Opfern wir wirklich unsere Kinder den sogn. wirtschaftlichen Zwängen? meine Enkel 8+9 Jahre betteln auch noch nach einer SimC
    Ein paar Links dazu:
    WAHNSINN HANDY
    http://www.youtube.com/watch?v=wkE6xJAJeEU
    https://www.buergerhaushalt-stuttgart.de/vorschlag/753
    Gefahren von Handystrahlung – Kinder ein Wahnsinn
    http://www.youtube.com/watch?v=sod6gWXDMnM
    Mobilfunk: Grenzwert-Lüge, Fehlgeburten bei Kühen
    http://www.youtube.com/watch?v=tX394uz72Qk
    http://www.elektrosmog-und-gesundheit.de/wlan/ist-wlan-strahlung-schadlich.html

    Ärzte warnen und bitten um Unterstützung:
    http://freiburger-appell-2012.info/de/home.php

    schon 8 Jährige laufen mit Handys herum – was ist denn da los?
    Gedankenlosigkeit und Obrigkeitshörigkeit?

    was sagt man im Gesundheitsministerium dazu?
    hat die Wirtschaftslobby wirklich so viel Macht?
    Jetzt Handeln bevor es zu spät ist!
    ein besorgter Großvater, der den E Smog Wahn schon durchlebt hat!

  3. Liebes Kinder-Lobby Team,

    bin heute im Zuge meiner Vorbereitung eines Vortrags in einer Volksschule auf diese Webseite gestoßen. Gefällt mir sehr!

  4. elena sagt:

    Super mama.Eigentlich wollte ich unser foto bei der profil website ansehen
    doch dann bin ich auf deine website gekommen. TOLL!

    p.s. Wie schmeckt das essen???

  5. Uschkn sagt:

    Liebe Kinder-Lobby, ich freue mich unglaublich, dass es euch gibt! Ich bin Logopädin und selbst Mutter von zwei Kleinkindern, und kann euch nur zustimmen. Danke!!
    P.S.: habe einem Therapiekind ein Bild von einem Hasen gezeigt, und gefragt, was da drauf ist; die Antwort war: „ein Kika-ninchen“.

  6. Silvia S. sagt:

    Sehr geehrter Hr.Alois,

    für keinen Politiker steht das „Kind“ im Vordergrund.Ich bin selbst seit drei Jahren als MOMA-Mobile Mami tätig und an vorderster Front bei den ganz kleinen ab 18 Monaten die von mir im elterlichem Haushalt betreut werden,bis die Mutter oder der Vater wieder kommen.
    Es spielt auch immer das Geld verdienen eine größere Rolle als das die Mütter selbst die ersten Lebensmonate betreuen.
    Meiner Meinung nach mischt sich der Staat zuviel in die ganz intimen Privatangelegenheiten ein.Kinderbetreuung gehört für mich zu meinen privaten Angelegenheiten und sollte auch privat bleiben.
    Ich selbst habe unsere beiden Kinder,mittlerweile 17 und 16 Jahre alt selbst betreut und nicht in den KG gegeben und auch nicht in den Hort.
    Unsere beiden sind mittlerweile mitten in der Ausbildung und beide sehr selbstbewusste,glückliche Jugendliche und ernten auch Erfolge in der Schule und im Beruf.
    Ich habe Einblick in viele Familien,wo Mütter arbeiten gehen und die Kinder das zweite Lebensjahr noch nicht erreicht haben,ewig ein schlechtes Gewissen den Kleinen gegenüber,unzufrieden mit sich und der Situation Mutterschaft,Haushalt,Beruf unter einen Hut zu bringen.
    Und da beginnt es für mich,warum verlangt man von diesen Müttern sich zu entscheiden,ob Kind,zu Hause oder Beruf? Alle drei Dinge unter einen Hut zu bringen ohne fremde Hilfe ist nicht möglich und das wissen auch unsere oberg´scheiten Politiker.
    Familienstaatsekretärin Marek,setzt sich seit dem Frühjahr auch für die Tagesmütter/väter ein.Gesetzliche Rahmenbedingungen und sicherheiten für die Pension fehlen in diesem Berufsbild zur Gänze.Wie werden als freie Selbstständige abgehandelt.

  7. Silvia S. sagt:

    Das Buch „Wieviel Mutter braucht ein Kind“ von der Autorin Univ.-Prof.DDR. Lieselotte Ahnert
    Inhalt Bindung – Bildung -Betreuung
    Derzeit arbeitet das Hilfswerk NÖ mit an einer Tagesmutter – Studie mit Prof. Ahnert,……..

  8. Alm statt Ritalin – gegen ADHS wirksam

    Das ist wieder einmal eine Bestätigung, daß natürliches Aufwachsen von Kindern vielen Zivilisationskrankheiten bzw. negativen Auswüchsen der heute üblichen Art mit Kindern und insbesondere Kleinkindern umzugehen.

    Sie werden mit Reizen überflutet, vor allem mit elektronischen, anderseits bekommen sie zuwenig von Mama, Papa, Tieren, also zuwenig Natur.

    Leben am Land ist leider auch keine Rezept mehr, denn auch in den Häusern und Wohnungen am Land herrschen Fernseher, Computer&Co.
    Da hilft nur bewußte Entscheidung für die Natur….

  9. Zum Beitrag „Freies Spiel am besten in der Natur“:

    „Interessant:
    ============
    die Kiener-Studie vergeicht Kinder aus Regelkindergärten, Regelkindergärten mit Waldtagen und aus Waldkindergärten. Zentrale Ergebnisse: Die WKG-Kinder wiesen nach einem Jahr Waldkindergarten bessere Leistungen in Motorik und Kreativität auf.“

    Warum wurden Kinder, die zuhause bei Mama und Papa aufwachsen, in der Studie nicht berücksichtigt?
    Nimmt man inzwischen schon an, daß es diese Möglichkeit nicht mehr gibt?

    Aus persönlicher Erfahrung können wir nur das Beste von dieser Möglichkeit berichten.

  10. Michael sagt:

    Zum Beitrag
    “Kinder vor dem Fernseher…”

    Eine sehr einseitige plakative Darstellung. Natürlich sollten Kinder ihre Erfahrungen lieber am Spielplatz als vor dem Fernseher machen. Dennoch bin ich der Meinung, dass ein entsprechendes altersgerechtes Fernsehprogramm (und Kikaninchen würde ich weitgehend dazu zählen) auch Erfahrungen und Erfahrungswelten eröffnen kann. Immerhin schaut und liest man mit Kindern ja auch Märchenbücher…. Natürlich ist alles eine Frage der Verhältnismäßigkeit.

  11. Zum Thema „Gratiskindergarten – wir suchen intelligente Lösungen!
    Der Gratiskindergarten in Oberösterreich seit vergangenem Herbst stellt
    viele Kindergärten und Gemeinden vor große Platzprobleme. Provisorien bzw. langwierige und kostspielige Umbauten sind die Folge. Eine sehr viel günstigere und für die Kinder oft bessere Lösung wäre zum Beispiel…

    Ich frage mich, warum das erfolgreiche und sparsame Prinzip „Subsidiarität“ beiseite geschoben wird.
    Die Eltern wären fähig, die Kinderbetreuung wesentlich billiger zu organisieren, als dies mittels starrer Kindergartenlösung möglich ist.

    Aber die Politiker wollen derzeit davon leider nichts hören.

  12. Zum Beitrag
    „Kinder vor dem Fernseher…“

    Danke für diesen Beitrag.

    Wir haben keinen Fernseher – genau deswegen – und wir haben gute Erfahrungen damit gemacht.

    Wenn ein Fernseher im Haus wäre, müssten wir Tag für Tag um fernsehfreie Zeiten streiten. Das ersparen wir uns.

    Ein Arbeitskollege sagte mir einmal:
    „Eines weiß ich sicher:
    Unser Kind wird sicher nie Teletubbies sehen.
    Sowas von Verdummung!…..“

  13. Gratiskindergarten – wer kennt Lösungen?

    Ich habe dazu Schreiben an Politiker vor allem in OÖ verfaßt unter dem Titel:
    „Kinderbetreuung gratis, aber nicht kostenlos!“

    Es kamen Antworten, aber die Politiker scheinen keine Einsicht haben zu wollen.
    Ich finde den Gratiskindergarten verfehlt, weil
    1. zu teuer
    2. die Wahlfreiheit der Eltern behindernd
    3. dem Kind nicht immer entsprechend

    Es läuft summa summarum darauf hinaus, daß die Kinder möglichst früh und möglichst weitgehend verstaatlicht werden sollen.

    Wer bei Google z.B. die folgenden Suchbegriffe eingibt, wird Bemerkenswertes finden:

    Kinderbetreuung gratis, aber nicht kostenlos!
    oder:
    Verstaatlichung der Kinder

  14. Eveline Doll sagt:

    Bitte um Mithilfe – wir suchen intelligente Lösungen!
    Der Gratiskindergarten in Oberösterreich seit vergangenem Herbst stellt viele Kindergärten und Gemeinden vor große Platzprobleme. Provisorien bzw. langwierige und kostspielige Umbauten sind die Folge. Eine sehr viel günstigere und für die Kinder oft bessere Lösung wäre zum Beispiel, eine Waldgruppe pro Kindergarten anzubieten oder alternierend jeden Tag eine Gruppe ins Freie zu schicken. Es geht nur um das Wollen, die Kinder lieben die Natur bei jedem Wetter (siehe Erfahrungen Waldkindergärten).
    Wer kennt ein intelligentes Beispiel, die Platzmisere zu lösen? Oder wo wäre es leicht möglich, scheitert aber an den Verantwortlichen?
    Bitte um Info an die Kinder-Lobby, wir kümmern uns darum!
    DANKE im Namen aller Kinder!

  15. Ich habe mit meiner Frau 8 Kinder, die wir vor der Schule möglichst viel selber erziehen wollen.
    Wir leisten es uns, daß meine Frau ganz zuhause bleibt.
    Wir haben keinen Fernseher, dafür lesen wir ihnen viel vor und erzählen Märchen und Geschichten.
    In den letzten Jahren haben wir auch begonnen, ausgewählte Filme auf DVD anschauen zu lassen.

    In den Kindergarten haben wir erst das 6. und 7. Kind je ein Jahr lang geschickt.
    Alle Kinder hatten zu Schulbeginn keine Schwierigkeiten.
    Die oft behauptete Notwendigkeit des Kindergartens als Vorbereitung auf die Schule gibt es – zumindest für „normale“ Familien – nicht.
    Im Gegenteil:
    Den beiden Kinder, die wir in den Kindergarten geschicht hatten, ging es zu Schulbeginn nicht ganz so gut wie den anderen, die ohne Kindergarten von zuhause weg gleich in die Volksschule kamen.

    Wir müssen aber auch dazusagen, daß wir auf dem Land wohnen, unser Haus von Wiesen, Wald mit Bach umgeben ist und wir mit unseren Kindern viel unternehmen.
    Dazu kommt eine reiche Großfamilie mit Oma, Opa, Onkeln, Tanten und um die 40 Cousins und Cousinen.

    Glückliche Kinder sind kein Zufall!

  16. Eveline Doll sagt:

    Ein Buchtipp, der genau zu dem Thema der Kinderlobby paßt:

    Martina Leibovici-Mühlberger
    WIE KINDER WIEDER WACHSEN

    „.. denn die Kinder von heute sind die Entscheidungsträger von morgen“

    Mit ihrem „Anti-Ratgeberbuch“ trifft Autorin Dr. Martina Leibovici-Mühlberger einen wunden Punkt unserer Gesellschaft. Das Thema Erziehung ist in unseren Gehirnen verankert als schwierige, kräftezehrende (Lebens-)Aufgabe – nicht selten verzweifeln Mütter und Väter daran, und geben dabei nicht nur ihre Kinder, sondern auch sich selbst auf.
    Die eine, einzig wahre und mustergültige Erziehungsmethode gibt es nicht – für ein glückliches Heranwachsen der jungen Generation besteht keine Garantie.

    Von den Medien längst als Problem erkannt und mittels „Supernanny“-Serien vermarktet, nähert sich nun eine Frau dem Thema an, welche als Mutter von vier Kindern, Gynäkologin und Psychotherapeutin alle Facetten des Phänomens „Erziehung“ zu spüren bekommen hat. Anhand vieler Beispiele von Müttern, die mit ihren Nerven am Ende sind und sich das Verhalten ihrer Kinder nicht (mehr) erklären können, geht Leibovici-Mühlberger in die Tiefe und räumt neurobiologisch, evolutionstheoretisch und kulturgeschichtlich mit den Erziehungsmythen auf, nicht ohne dabei auch einen Blick auf aktuelle (Schein-)Problematiken, wie Fernsehen und virtuelle Gewalt-Spiele, zu riskieren.

    Weg von Rabenmutter und Glucke, hin zu einer neuen Erziehungskultur!
    Unter dem Motto „Wie viel Mutter braucht ein Kind“ zeigt die Autorin einen soliden Mittelweg, an dem sowohl Kinder, als auch Eltern wachsen können.

    Die Autorin:
    Dr. Martina Leibovici-Mühlberger, Mutter von vier Kindern, ist Praktische Ärztin, Gynäkologin, Psychotherapeutin, Ärztin für Psychosomatik, Lehrmediatorin, analytische Gesprächspsychotherapeutin und hat das European Certificate of Psychotherapy. Neben zahlreicher Mitwirkung in mehreren Arbeitsgruppen zu Erziehungsfragen in verschiedenen öffentlichen Gremien, u.a. im EU-Parlament, leitet sie die ARGE Erziehungsberatung und Fortbildung GmbH, ein Ausbildungs-, Beratungs- und Forschungsinstitut mit sozialpsychologischem Fokus auf Jugend und Familie. Die Buchautorin und Verfasserin zahlreicher wissenschaftlicher Fachartikel ist im österreichischen Fernsehen „Help TV“-Nanny, hatte eine eigene Kolumne zu Erziehungsfragen in der „Kronen Zeitung“ und ist Family-Coach beim „Kurier“.

  17. sandra sagt:

    eine wunderbare idee,ich hoffe es wird umgesetzt das kinder wieder kinder sein dürfen.
    aber ich frag mich sooft,warum in den regelkindergärten diese ideen so schleppend angenommen werden.
    die pädagogen die mitarbeiter kennen die probleme der kinder,aber das system ändern will keiner.
    da wird der hochgepriesene waldtag der einmal in der woche stattfindet auf eine bzw knappe zwei stunden abgetan,wenn die kinder mitten im spiel sind wird abgebrochen um ja den tagesablauf nicht zu störren,das jeder wieder am seinem rädchen drehen kann das die maschinerie läuft.
    es muß ein umdenken stattfinden das sind wir unseren kindern schuldig.

  18. angelika sagt:

    liebes kinder lobby team
    tolle idee und wertvolle themen, die hier in angriff genommen werden! danke dafür!
    ich möchte auf die Aussage von hans bezug nehmen, er sagt,daß es vor einigen jahren noch wissenschaftlich gestützt gegolten hat, daß es gut ist die ersten drei jahre im Kinderleben bei den Eltern zu bleiben.

    ich weiß, es wäre schon recht radikal, wenn man darauf wieder pochen würde,…aber naja: ists so falsch?

    ich meine, es sind die Folgen daraus, was uns so falsch vorkommt, nämlich, daß es gesellschaftlich darauf hinauskommen würde, die Frau aus dem Berufsleben zu drängen, die Einkommensschere zu erhöhen, Abhängigkeit zu fördern…

    so hat man also andere wissenschaftliche Erkenntnisse öfter zitiert, politisch korrektere Daten gesmmelt…

    Expertentum schützt Gott sei Dank nicht jeden Experten vor dem Hausverstand, und so regt sich noch in vielen von uns, ob gstudiert oder nicht die Zustimmung:

    ja es ist gut, wenn Kinder die ersten drei Jahre bei den Eltern sind, (warum denn nicht? kommts mir da in den Sinn und hör schon jene wettern die das soziale Kompetenztraining in der peargroup ab Windelgröße 1 empfehlen)

    und/aber weiter: ja es kann auch gute Betreuung für unter drei Jährige geben

    ich wünsche mir, dem finanziellen Aspekt entrückt, eine Diskussion darüber wie solche gut Betreuung aussehen kann, welche Rahmenbedingungen gebraucht werden.

    und/aber weiter:
    ich wünsche mir, daß es etwas wertvolles bleibt, die ersten Jahre bei seinem Kind zu verbringen

    liebe Grüsse
    Angelika

  19. Sabine Burger sagt:

    Liebes Team!
    Ich bin Mutter zweier Mädels im Alter von 10 und 13 Jahren. Ich beschäftige mich sehr mit der Montessori-Pädagogik und glaube, dass diese Pädagogik vielen heutigen Problemen entgegenwirken könnte. Leider steht oft Montessori drauf und es ist nicht Montessori drinnen und somit passiert es oft, dass diese Pädagogik fehlinterpretiert wird. Wenn Sie inhaltlich richtige Informationen über Maria Montessori haben möchten, setzten sie sich bitte mit Saskia Haspel und Christiane Salvenmoser (Präsidentin und Vizepräsidentin der ÖMG)von der Österreichischen Montessorigesellschaft in Verbindung und sie werden staunen – einfach österreichische Montessorigesellschaft im Google eingeben und man findet aktuelle Informationen.
    Liebe Grüße
    Sabine Burger

  20. Andrea sagt:

    Hallo!

    Also ich finde es gut das endlich wieder mal ein paar Personen sich zusammenschließen und etwas für das wertvollste auf dieser Erde bewegen möchten, nämlich für unsere Kinder.

    Ich arbeite auch in diesem Bereich und am traurigsten macht mich wie „wertlos“ manche Menschen mit Kinder umgehen.

    Sie sehen zwar den Wert in Geld in ihnen, jedoch nicht den wahren, menschlichen, wunderbaren Wert in den Kindern.

    Solange man mit Kindern Geld verdienen kann wird das schamlos ausgenützt. Jeder andere Unsinn auf dieser Welt wird gefördert, veröffentlicht, unterstützt, erforscht, nur bei unseren Nachkommen (die aber auch wir für unser zukünftiges Leben brauchen und auf die wir anstehen)wird gespart und herumgezögert, wenn es um entwicklungsförderliche Entscheidungen geht.

    Und am schlimmsten finde ich, dass ja jeder Mensch auf dieser Welt im Stande ist Nachkommen zu erzeugen aber wir es bis jetzt noch nicht geschafft haben alle Menschen in Sachen Erziehung und Entwicklung der Kinder im Pflichtschulalter zu unterrichten.
    Die meisten Wissen nicht wie sich ein Kind schrittweise entwickelt, welche Einflüsse welche Auswirkungen haben können. Kein Mensch, außer die sich in diesem Bereich spezialisieren, hat eine Ahnung wie die Entwicklung aller Bereiche eines Kindes vorangehen.
    Also ich lerne in der Schule zwar wie sich ein Schmetterling entwickelt oder was passiert wenn ich zwei Chemikalien vermische, jedoch lerne ich nichts genaueres bzw. enorm hilfreiches über die Erziehung, Entwicklung, Förderung,… eines Kindes. Und so lange das nicht in unseren Bildungsplan einfliesst kann ich auch den Eltern nichts vorwerfen wenn sie falsch handeln, woher sollen sie das auch wissen!

    Aber mit unseren lieben Lehrern ist das ja eine andere Geschichte, warum sich ändern, warum das System ändern, ist ja so schön wenn man so viel Freizeit hat (ich spreche damit nicht alle Leherer an). Aber ich kann nicht verlangen das im Kindergarten immer mehr Bildungsarbeit mit viel zu wenig Personal geleistet wird, und in der Schule kann man nichts ändern, weil die Lehrer eine gute Gewerkschaft haben die hinter ihnen steht.

    Der Fehler der heutigen Kinderbetreuung liegt darin, dass es den Eltern ermöglicht wird ihre Kinder den ganzen Tag in Kindertageseinrichtungen zu schicken, dabei aber das Personal in diesen nicht erhöht wird. Es ist mir vollkommen klar, dass in Zukunft großteils beide Eltern arbeiten gehen müssen um sich einen gewissen Lebensstil leisten zu können. Und ich finde es auch gut ihnen dafür Betreuungs- und Bildungsplätze für ihre Kinder zur Verfügung zu stellen. Aber Kinder brauchen Zuneigung, brauchen Hilfestellungen, brauchen Bezugspersonen die sich um sie kümmern. Aber seien wir ehrlich, wie soll sich eine Kindergartenpädagogin um 23 Kinder um all diesen Bereiche kümmern und jedem das Ausmaß an Zuneigung schenken das es braucht, das geht einfach nicht. Eine Mutter hat im Schnitt 2 Kinder und sie kann ihre Zeit diesen beiden Kindern witmen, wenn sie zuhause ist. Diese Kinder haben bestimmt kein Defizit in ihrer Entwicklung (vorausgesetzt sie haben ein intakten Familienverhältnis), doch wenn sich eine Pädagogin um 23 Kinder kümmern soll dann kommt sie schnell an ihre Grenzen. Und glauben sie mir das ist in den meisten Kindergärten der Fall.

    Mein Vorschlag, bevor die währten Politiker die Kinderbetreuungszeiten und -möglichkeiten ausbauen, sollen sie bitte zuerst das Personal aufstocken, und zwar ausgebildetes Personal, denn sonst werden die Probleme mit unseren Kindern in der Schule und im Jugendalter immer schlimmer, denn mittlerweile wissen die meisten Menschen was mit Kindern passiert, die zuwenig bzw. keine emotionale Zuneigung, und Förderung in allen Bereichen bekommen.

  21. Adlassnig Nicole sagt:

    Bitte lest : Last child in the wood von Richard Louv!!!!!!

  22. Andrea Huber sagt:

    In Ihrem Artikel in den OÖ Nachrichten vom 6.3.2010 sprechen Sie mir aus der Seele!!! Ich bin Sozialpädagogin und Lehrwartin für Behindertenreiten und würde gerne Kinderkartenkinder (5-6jährige) kindgerechtes Reiten in Linz-Nähe anbieten. Also KEIN zusätzliches Angebot am eh schon so verplanten Nachmittag der Kinder – sondern STATT dem Kindergarten. Verschiedene Angebote (Schnupperkurse, Grundkurs ABC,usw.)mit max. 4 Kindern pro Gruppe. Dieses Angebot würde in vielen Bereichen (Gesundheit-Prävention, Haltungsschäden, Übergewicht, Natur,Interesse am Tier, Bewegung, Integration, soziales Lernen, usw.)ein große Unterstützung sein ohne als Therapie oder Ähnliches deklariert zu sein. Was ich dafür brauche sind Sponsoren, welche die hohen Pferdeerhaltungskosten decken und die Materialien (Helme, Schutzwesten, Spielematerialien, usw.)zur Verfügung stellen. Für Familien, die nicht so viel Geld haben, wäre ein „Ponyclubfond“ nicht schlecht, damit auch Kinder aus ärmeren Verhältnissen dieses Angebot nützen können.
    Falls jemand mithelfen möchte oder eine Idee/Meinung dazu hat, kann mich gerne kontaktieren. Vielen Dank!

  23. Obenaus Eva sagt:

    Liebes Kinder-Lobby-Team!
    Leider ist die Entwicklung der Schüler/Innen auch in meiner Schule – HAK-HAS zu spüren. Wir Turnlehrer/Innen versuchen alles um lebenslanges „lifetime“ Bewegungs-Ernährungs-und Sportverständnis zu vermitteln. Es gelingt uns glaube ich ganz gut. Siehe http://www.hakwaidhofen-ybbs.ac.at
    Wichtig dabei ist es, den Schülern/Innen Selbstverantwortung zu geben und ihnen zu vertrauen. Zuhören und sie ernst nehmen. Ihnen den Freiraum lassen, damit sie manchmal selbst entscheiden können, was gut für Ihren Körper ist.
    Beispiel: Die „Office-Break Übungen“ wurden gemeinsam mit Schülerinnen entwickelt und tragen zur Haltungsschulung, Energiegewinnung und Konzentrationssteigerung bei.
    http://www.hakwaidhofen-ybbs.ac.at/archiv/20092010/genius/genius.htm
    Alles Gute und viel Erfolg bei Ihren Bemühungen.
    Herzlichst Ihre Eva Obenaus

  24. horst sagt:

    ausgezeichnet, menschen denken an kinder…
    ein sehr wertvoller ansatz, fürs wohl, für entwicklungen uvm.
    mit großer freude im herzen, mfg horst

  25. hans horwath sagt:

    sehr geehrte damen und herren,

    es gab doch vor einigen jahren (?) die feste, wissenschaftlich gestützte ansicht, dass kinder mindestens die ersten 3 lebensjahre bei den eltern bleiben sollten.

    warum wird davon heute nicht mehr (professionell) gesprochen?

    dies wäre m.e. eine große bzw. die hilfe, für familien/mütter eine (wieder) längere karenzzeit zu ermöglichen und würde den druck, dass die familie dem druck der wirtschaft ausgeliefert ist, zurückdrängen. vielleicht wären die kinder auch dadurch innerlich für den aktuellen, von ihnen auch benannten, steigenden stress viel besser gerüstet…

    mfg
    hans horwath
    braunau

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