“Arme Superkinder”

Unsere Kinder müssen immer früher immer mehr können und werden immer kränker: körperlich und psychisch. Das ist ein sehr allgemeines Statement. Was bedeutet das in der Realität? Nachfolgend: die wenig erfreulichen Details.

  • Zunahme von psychosomatischen Erkrankungen mit Spitalsaufenthalten schon bei Volksschulkindern (plus 30 Prozent in den vg. 10 Jahren LKK Linz)
  • massive Haltungs- und Rückenschäden (laut Gesundheitsministerium haben 40 % der VS-Kinder Haltungsschäden, 80 % verkürzte Muskeln – steigende Kosten für das Gesundheitssystem)
  • stark steigende Fettleibigkeit und Fehlernährung (jedes 5. Kind in Österreich ist übergewichtig, 8% sind fettleibig, Tendenz steigend) – enorme Kosten für das Gesundheitssystem
  • Fehlendes Angebot an Psycho-, Logo-, Ergotherapie (Wartezeiten 12-15 Monate)
  • Zunahme der „psychischen, sozialen Verwahrlosung“ (Prof. Klaus Schmitt. Leiter Landeskinderklinik Linz)
  • stark steigende Fälle von Computer- und Bildschirm-Sucht, resultierend aus…
  • … zu viel Medienkonsum (TV, Computerspiele, Gameboy, Handyspiele) im Kleinkind- und Volksschulalter). Das beeinträchtigt erwiesenermaßen auch die Entwicklung des kindlichen Gehirns und die Fähigkeit, sich und die
    Umwelt wahrzunehmen.
  • explodierende Sprachfehler und mangelndes Ausdrucksvermögen (jedes 2. Kind im Alter von 5 Jahren ist betroffen – Studie Land OÖ und Caritas)
  • Stark ansteigende Zahl von ADHS-Diagnosen mit entsprechender Medikamention (Ritalin – macht abhängig)
  • aggressive Kinder in Schulen mit erhöhtem Betreuungsbedarf (und daraus resultierenden erhöhten Kosten)
  • Kinder mit Defiziten im Sozialverhalten (z. B. Schwierigkeiten bei Kontaktaufnahme, fehlende Konfliktlösungs-Strategien, gestörte Bindungsfähigkeit, mangelndes Verantwortungsbewusstsein, …)
  • Probleme in der Motorik und körperlichen Koordination aufgrund mangelnder Bewegung (vor allem im Freien) und mangelnder Möglichkeit sich körperlich zu erproben und wahrzunehmen (daraus resultierend mangelndes
    Selbstbewusstsein)
  • mangelndes elterliches Vorbild in Sachen Beziehungsleben, Konflikte austragen und lösen, Umgang mit Gefühlen, Verantwortung für den anderen übernehmen, emotionale Intelligenz – daraus ergibt sich die Frage, wie unsere Kinder später ihre Verantwortung für die Elterngeneration übernehmen werden ….

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