“Gelassenheit macht es für Eltern und Kinder einfacher”

Die in Paris lebende amerikanische Autorin Pamela Druckerman sorgt mit ihren Erziehungsbüchern für Diskussionen: „Die Franzosen sehen ihre Kinder mit anderen Augen als amerikanische oder deutsche Eltern. Sie sind der Auffassung, auch dann gute Mütter und Väter sein zu können, wenn sie nicht ständig für ihre Kinder da sind. Sie weigern sich auch, alle Bedürfnisse ihrer Kinder sofort zu erfüllen. Und: Sie haben kein schlechtes Gewissen dabei“, schreibt Druckerman. Das alles führe dazu, dass „französische Kinder seltener jammern oder Wutanfälle bekommen, weil sie schon früh die Fähigkeit entwickelt haben, mit Frustrationen umzugehen“. Interessante Denkansätze, findet die Kinder-Lobby.

Die in Paris lebende amerikanische Bestseller-Autorin Pamela Druckerman kritisiert die Generation der überbesorgten Eltern. „Wegen ihrer größeren Gelassenheit fällt es den Franzosen leichter, Grenzen zu setzen, ihren Kindern aber gleichzeitig auch Freiheiten zu lassen“, schreibt Druckerman. Sie warnt gleichzeitig vor so genannten „Helikopter-Eltern“, die häufig im deutschsprachigen Raum zu finden sind. Dieser Typus Eltern kreist ständig um seine Kinder, nimmt ihnen alle Entscheidungen ab und fördert den Nachwuchs unermüdlich. „Damit tun Eltern ihren Kindern nicht den geringsten Gefallen. Durch dieses ,Überbehüten’ räumen besonders besorgte Mütter und Väter ihren Kindern alle Probleme aus dem Weg. Betroffene Mädchen und Buben können niemals lernen, mit schwierigen Situationen umzugehen, weil Mama und Papa immer alles richten“, sagt Martin Pachinger, Psychologe und Leiter der Beratungsstelle des Kinderhilfswerks in Linz.


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