“Mama, mir ist fad!” – “Wie schön, das freut mich für Dich!”

Pippi! Wenn man sie nur lässt, können Kinder mit Langeweile sehr gut umgehen. Meist sind es die Erwachsenen, die nicht zusehen können, wenn ihre Kinder die unorganisierte Freizeit genießen. Dabei fördern genau diese Phasen ihre natürliche Kreativität und Fantasie.

Allen ­Eltern rät Neurobiologe und Kinder-Lobbyist Gerald Hüther, ihren Kindern die Möglichkeit zur Langeweile zu gönnen. Tests haben bewiesen, dass Kinder, die sich öfter allein mit sich selbst beschäftigen, deutlich kreativer sind. „Es ist eine Herausforderung für sie, wobei gleichzeitig die Fantasie gefördert wird. Die Kinder – und ihr Hirn – werden mit Langeweile reifer.“

Die meisten Eltern bieten eine Vielzahl von Beschäftigungen an, etwa Musik oder Sport. Damit engt man aber die Vielfalt von Interessen und Anlagen, die ein Kind mitbringt, sehr früh ein. Nur durch die Freiheit, diese Begabungen auch auszuprobieren, kann man entdecken, was in den Kindern wirklich steckt. Dazu braucht es Freiräume, ohne Erwartungen und ohne Ziele.

Pippi Langstrumpf hatte nie Langeweile

„Haben Sie jemals erlebt, dass Pippi nichts mit sich anzufangen wusste?“, fragt der Forscher. Diese Figur war im höchsten Maße eigenbestimmt, das Kind konnte alles machen, wozu es Lust hatte. Und es tat Dinge, worauf andere Kinder nie gekommen wären. Die Kreativität – auch wenn sie manchmal ins Absurde ging – hatte keine Grenzen.
„Das sind doch genau diese Leute, die wir ­eigentlich brauchen würden“, gibt Hüther zu bedenken. „Menschen, die alles so machen, wie es auch schon die anderen tun, haben wir genug. Solche mit Ideen und Visionen fehlen“, setzt er nach.

Der gesamte Beitrag ist nachzulesen unter: http://www.kirchenzeitung.at/newsdetail/rubrik/langeweile-braucht-das-kind/


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