Öffentlich bauen – aber clever!

In Gemeinden gibt es selten Bauvorhaben, mit denen alle restlos zufrieden sind. Vor allem Spiel- und Freiflächen für Kinder- und Jugendliche bleiben da oft auf der Strecke. Doch es gibt auch Kommunen, denen es gelingt so zu planen, dass kreative, kostengünstige Lösungen entstehen und sich Beteiligte und Betroffene mit den Ergebnissen identifizieren können. Das neue Kinder-Lobby-Mitglied Kurt Roitner, Allgemein- und Sportmediziner aus Braunau am Inn, engagiert sich schon seit langem in dieser Hinsicht und kann einiges an kompetenten, zukunftsorientierten Lösungsmodellen anbieten.

In sehr vielen Gemeinden läuft die Planung von Projekten für Verkehr, Sportstätten, Kultur usw. sehr „traditionell“. Geplant und entschieden wird im kleinen Kreis. Informationen sind gefiltert, fließen spärlich und oft zu spät. Interessen von Bürger/innen, Vereinen und Organisationen werden kaum berücksichtigt. Die Zufriedenheit mit den Ergebnissen solcher Planungen ist mäßig.

Als Beispiel die Bezirksstadt Braunau am Inn: Die umständliche Verkehrslösung beim Citycenter etwa erntet noch immer viel Kritik. Und auch die Parkplatzplanung hinter dem Freibad, die zu Lasten von Freizeitflächen vor allem für Kinder und Jugendliche gegangen ist, zeugt nicht unbedingt von planerischer Weitsicht.

Modern planen

Städte und Gemeinden wie Eisenstadt, Hartberg oder die bayerische Gemeinde Furth, praktizieren ein modernes Planungsmodell. Es heißt „Kooperative Planung“ und das Schlüsselwort für den Erfolg dabei lautet: Gemeinsam!

Am Beginn eines Projektes, zum Beispiel der Errichtung eines Sportangebotes, steht ein runder Tisch. Dort versammeln sich Politiker/innen, Mitarbeiter/innen der Gemeinde, Expert/innen, Vereine, Vertreter/innen von Schulen und interessierte Bürger/innen. Gemeinsam wird die Situation erörtert. Gemeinsam werden Lösungsmöglichkeiten diskutiert. Gemeinsam wird ein Konsens gefunden. Gemeinsam wird geplant. Klingt auf den ersten Blick etwas aufwändig und zeitintensiv. Bringt aber erfahrungsgemäß passendere und kostengünstigere Lösungen als das „traditionelle“ Modell. Weil sich alle die in den Planungsprozess eingebunden sind mit dem Projekt identifizieren, ihre Ideen einbringen und mit den Ergebnissen zufriedener sind.


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